Die Universität in Leiden (Niederlande) hat einen Vaporizer der Firma
Storz & Bickel auf Herz und Nieren getestet. Es ging vornehmlich darum festzustellen,
ob sich Vaporizer als Geräte im medizinischen THC-Einsatz eignen. Die Ergebnisse
sind auch für Freizeit-Liebhaber äußerst interessant. Das Verdampfen
von Marihuana oder reinem THC hat gegenüber dem Rauchen den Vorteil, das
sich erheblich weniger schädliche Nebenprodukte bilden. Beispielsweise
entsteht rund 56% weniger Teer. Für ihren Versuch besorgten sich die Forscher
deshalb reines THC sowie weibliche Blütenstände mit einem Anteil von
12% THC(A). Die beste Temperatur zum Verbrennen der Substanzen liegt nach Aussagen
der Forscher bei 226 Grad Celsius. Dies entsprach der höchsten Stufe (9)
bei dem Gerät. Das Material sollte innerhalb von 45 Sekunden verdampft
werden, danach ist kaum noch THC vorhanden. 200 mg der Blüten von der Firma
Bedrocan BV wurden aufgelegt, die sehr freiwilligen Testpersonen inhalierten
über einen Luft-THC-Ballon rund 8 Liter, hielten das Gemisch 10 Sekunden
und exhalierten. Die Menge des ausgeatmeten THC liegt zwischen 30% und 40%.
Wobei interessant ist: Die verschiedenen Probanden nahmen alle ungefähr
gleich viel THC auf, egal wie sportlich sie waren oder wie groß ihr Lungenvolumen
war. Von 20 mg THC kommen 6-8 mg an. Das Fazit der Forscher: „Unsere Ergebnisse
zeigen, dass mit dem Volcano ein sicheres und effektives Verabreichungssystem
für Cannabinoide für Patienten verfügbar zu sein scheint.“
Zum nachlesen: Hazekamp Arno u.a.: Evaluation of a Vaporizing Device, Journal
of Pharm. Science, Vol. 95, Nr.6, Juni 2006, S.1308-1317.