Frage: Wie komponiert man Chill-Out-Music,
in der sich der Hörer sphärisch aufgehoben fühlt ohne sich
zu weit in den unendlichen Räumen des Kosmos zu verlieren? Antwort:
Wie Ailo es tut. Das griechische Duo hat ein exzellentes downbeat-Album aus
einem Guss vorgelegt. Ost und West in Symbiose, physisch starke Sounds, alles
mit Liebe zum Detail abgemixt. Das erinnert an FSOL, spielt aber nicht ganz
so sehr mit der Aura, wirkt kräftiger. Die akustischen Gitarren klingen
konkret, die schnorchelnden Amöben robben über sie hinweg, im Hintergrund
lockt der Klang des anatolische Cafés: Klangwelten. Dabei ist der
Sound nie breiig, sondern immer crisp. Fazit: Zart-bitter Chill-Out mit perlenden
Sequenzer-Schichten und naturnahen Sounds. Tiefenentspannung ohne Melancholie,
wenig Pathos, aber auch wenig Kanten. Alles zieht gleich Rauchschlieren aus
einer gut gestopften Pfeife vorüber. Töne zum wegdriften, danach
fragt man sich, was man eigentlich die letzte Stunde gemacht hat.
AILO: Concepts
Label: Iono Music
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